Infos zur Prädikantenausbildung

In der Evangelischen Kirche von Westfalen hat die Arbeit von Prädikantinnen und Prädikanten (bis 2010 waren das die ehrenamtlichen Laienpredigerinnen und Laienprediger und die Mitarbeitenden in Verkündigung, Seelsorge und Bildung, die mit dem Dienst an Wort und Sakrament beauftragt waren [VSBMO]) eine gute Tradition, in der sich das reformatorische „Priestertum aller Gläubigen“ widerspiegelt. Von Prädikantinnen und Prädikanten gehaltene Predigten und Gottesdienste sind eine erfrischende Herausforderung zur Auseinandersetzung mit den biblischen Texten und eine Ermutigung für andere, selbst die christliche Botschaft weiterzusagen. Immer mehr Gemeinden in Westfalen entdecken diese Chance zur Bereicherung des gottesdienstlichen Lebens und zum Gemeindeaufbau.

Die Aus- und Fortbildung der Prädikantinnen und Prädikanten geschieht im Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung auf der Grundlage des seit 2011 gültigen Prädikantengesetzes in zwei unterschiedlichen Ausbildungswegen:

a) Die Aus- und Fortbildung für Ehrenamtliche aus nichtkirchlichen Berufen wird von Pfarrer Dr. Peter Böhlemann verantwortet, ab 2012 in der Ausbildung gemeinsam mit Pfarrerin Gudrun Mawick. Sie umfasst - nach einem Einführungswochenende sieben weitere Studientage (samstags).

b) Die Ausbildung für kirchliche Mitarbeitende wird von Pfarrerin Sabine Zorn geleitet und umfasst drei Kurseinheiten zu je drei Tagen (montags bis donnerstags), für die vom Anstellungsträger Sonderurlaub gewährt wird.

Über die Zulassung zum jeweiligen Ausbildungsgang entscheidet das Landeskirchenamt.

zu a): In der Ausbildung werden Homiletik, Liturgik und theologisches Grundwissen gelernt und erarbeitet. Hinzu kommen acht schriftlich einzureichende Predigt- und Gottesdienstentwürfe, die im Einzelgespräch mit dem Ausbildenden kritisch analysiert werden, ein Zwischenkolloquium und eine vor der Gruppe zu haltende Andacht mit anschließendem Feedback. Die Ausbildung ist für die Teilnehmenden kostenlos. Die entsendenden Gemeinden werden gebeten, die Fahrtkosten zu übernehmen.

Sieben Schritte, um Prädikantin oder Prädikant zu werden

1. Schritt:
Beschluss des Presbyteriums der Heimatgemeinde (geht an die Superintendentur).

2. Schritt:
Anfertigung eines tabellarischen Lebenslaufes und einer Stellungnahme der Ortspfarrerin oder des Ortspfarrers.

3. Schritt:
Stellungnahme der Superintendentin oder des Superintendenten (geht an das Landeskirchenamt).

4. Schritt:
Das Landeskirchenamt lädt die Vorgeschlagenen ggf. zu einem Kolloquium ein.

5. Schritt:
Einjährige Ausbildung mit Zwischenkolloquium im Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung der EKvW in Villigst (Schwerte) an 8 Samstagen.

6. Schritt:
Probegottesdienst mit Stellungnahme der zuständigen Superintendentin oder des zuständigen Superintendenten.

7. Schritt:
Einführungsgottesdienst mit Beauftragung zum Dienst an Wort und Sakrament durch die Landeskirche.

Material zum Download

 
 
 
 
Prädikantendienst
 

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